Elitäres Talentmanagement lässt viele Fähigkeiten unerkannt – Dr. Judith Widauer zu Gast

Wie es besser gehen kann und welche Erfahrungen Unternehmen damit gemacht haben, darüber spreche ich mit Dr. Judith Widauer, Head of TTS Austria.

Talent Management ist auf vielen Ebenen elitär. Wenige bestimmen über viele und bis heute ist die Überzeugung sehr verbreitet, Mitarbeiter, die man gerne behalten möchte, müssten eine besondere Förderunge erhalten, indem sie als „Talente“ ausgewählt werden. Damit schafft man Mitarbeitende erster und zweiter klasse. Wie sieht es aus, denn die Menschen im Unternehmen selber bestimmen können, welche Schulungen sie durchführen möchten? Wir sprechen über die Bedeutung dieser Haltung auf Augenhöhe. Wenn wir die Berufe von morgen noch gar nicht kennen und Silos überwunden werden sollen, dann ist dies der erste Schritt in diese Richtung.
Mehr zu dem Thema von Judith findet ihr hier:
https://insights.tt-s.com/de/5-stufen-wie-inklusiv-ist-ihr-talent-management

Der Mensch, das adaptive Wesen. Die Philosophin Dr. Karin Rasmussen im Gespräch

Karin hat in ihrem Leben selber einiges an Veränderung erlebt. Aufgewachsen in der DDR hat sie einige Jahre in Kiew gelebt, denn ihr Mann war Vizekonsul dort. 1990 kamen sie zurück in ein Land, das es nicht mehr gab. Das Leben musste neu geordnet werden.
Wir reden darüber, ob dieses Ereignis vergleichbar ist mit dem Wandel, den wir aktuell erleben. Was braucht es, damit wir nicht in Schockstarre verharren?

Die Webseite von Karin:
https://karinrasmussen.eu/

„New Work beim Deutschen Institut für Normung: Bottom Up statt Top Down“

Am Anfang stand der Wunsch der Mitarbeiter nach Veränderung. Dabei wurde kein Bereich ausgelassen. Der Wandel betrifft Arbeitsmethoden, Führungsstil und Organisatorisches wie Arbeitszeit und Arbeitsort.
Wie immer haben wir auch diesmal wieder viel gelernt: Warum eine Organisation wie die DIN essentiell für die Transformation unserer Gesellschaft ist, warum gerade der DIN ihre individuellen Stärken – Perspektivenvielfalt, Konsensfindung, Transparenz – bei dem Projekt zugute kame und was andere – ob Unternehmen, Behörden, Verbände – lernen können.
Wieder einmal eine Episode, die Mut macht für Deutschland.

Die rosa Elefanten der Transformation

Wenn es um Transformation geht, reden wir schrecklich gern über Technologie. Künstliche Intelligenz, Blockchain – wir versuchen, die Logik, die Abläufe zu verstehen, damit wir die Einsatzmöglichkeiten und Auswirkungen einschätzen können – wir gehen also mit unserem Intellekt an das Thema heran. Hört sich erst einmal sinnvoll an, aber es stellt sich immer wieder heraus, […]

Wie kommt das Neue in die Welt?

“Digitalisierung bedeutet Wandel” ist meine Nummer 1 unter den größten Floskeln dieser Zeit. Warum? Weil sie nur das Offensichtliche benennt, das Schwierige – das “Wie” – außen vor lässt. Grund genug, uns heute einmal genau dieser Frage zu widmen: Wie kommt etwas Neues in unser eigenes Leben, in Unternehmen und Gesellschaft. Wohl die wichtigste Frage […]

Die neue Bedeutung von Führung: Mit Stefanie Kemp, Head of Oracle Germany & Evgeniya Ettinger, Lead of Oracle Woman’s Leadership

Beide haben einen vielfältigen Lebenslauf. Wir sprechen darüber, wie diese persönlichen Erfahrungen ihre Führung prägen.

Wir offen über alle Aspekte von Vielfalt und warum Frauen hier den Unterschied machen:
Viele Perspektiven müssen orchestriert werden, dafür ist Kommunikation ein wichtiges verbindendes Element – Frauen können hier ihre Stärken ausspielen.

Die Bedeutung von Vielfalt spiegelt sich in der Beurteilung von Lebensläufen wider: was früher ein Jobhopper war ist heute ein Mensch, der Veränderungen willkommen heißt.

Wer Neues ausprobiert, macht Fehler. Deshalb ist eine Kultur der Wertschätzung essentiell, die wiederum nur mit Vertrauen entsteht.

Stefanie und Evgeniya teilen mit uns Erfahrungen aus ihrem Berufsleben.

Familienunternehmen in der digitalen Transformation: Julia Graff, Verlegerin Hädecke Verlag bei uns zu Gast

Wer sich mit Julia Graff unterhält, wird mit einer Fülle wunderbarer Geschichten belohnt: Über ihre Familie, die seit Generationen die „schönen Künste“ wie Musik, Kunst und Literatur mit den Sinnen verbindet: der Freude an guter Küche.
Wir lassen Bilder aus dem Stuttgart vergangener Tage entstehen und spannen den Bogen zur heutigen digitalen Welt. Wie Geschichten und Emotionen durch Social Media übertragen werden können.

Wer Julia Graff folgen möchte:
https://www.instagram.com/haedecke/?hl=de
https://de-de.facebook.com/haedecke.verlag/
https://haedecke-shop.de/pages/ueber-uns

Führung im Digitalen: Vom Mut der Verzweiflung zur Neudefinition von Erfolg?

Wie schaffen wir die Neuorientierung?
Corinna und ich sind uns einig, dass der Begriff „Mut“ hier ein wenig zu inflationär gebraucht wird und es auch nicht korrekt trifft: eher schon Mut der Verzweiflung.
Dazu gehört auch, anzuerkennen, dass sich etwas ändert. Manchmal heißt das auch, nicht zu wissen, wie es weitergeht. Die Kunst liegt darin, von der Orientierungslosigkeit wieder in eine Zuversicht zu kommen.
Das funktioniert, wenn wir verstehen, dass einer alleine dies Welt nicht mehr durchdringen kann. Also müssen alle mehr Verantwortung und damit Freiheit erhalten.

Über den Frust der Führungskräfte

Firmenwagen, hohes Gehalt und Status scheinen die wenig attraktiven Arbeitsinhalte nicht ausgleichen zu können.
Kein Wunder, den die komplexe Welt erfodert andere Methoden als die, die wir kennen: Micromanagement und mehr Prozesse sind die falschen Werkzeuge. Komplexitätsreduktion kann nicht funktionieren. Wir rennen immer noch statischen Zielen hinterher, dabei überholt uns die Welt von rechts. Dann könnten wir eventuell auch direkt stehen bleiben, und die neuen Dinge willkommen heißen? Eine fundamental andere Haltung. Wir reden über die Prinzipien, wie Menschen immer schon am besten in Gemeinschaften gelebt haben. Wir reden darüber, wie auch Geschäftsführer anfangen können, Vertrauen zu lernen.

Enterprise Social Networks: Können wir das anders nennen?

Im Homeoffice können wir den Kollegen nicht mehr kurz an der Kaffee-Ecke eine Frage stellen. Wir müssen uns digital offenbaren – und dann steht es dort „für immer“.

Eigentlich braucht es nur eine kleine Änderung der Sichtweise, dann können wir mit unserem Nicht-Wissen viel lockerer umgehen:

Wir können uns bewusst machen, dass wir sowieso niemals alles wissen können, sondern unser gemeinsames Wissen ergibt ein tolles Bild aus vielen Puzzlesteinen.
Da fällt der Umgang mit den „Checkern“ auch irgendwie leichter.